Corona-Krise

Bitte beten Sie. Für die Menschen in Deutschland, insbesondere für unsere Orte Fluorn, Winzeln und Waldmössingen. Für die Mitarbeitenden in Behörden und medizinischen Einrichtungen. Für Ihre Angehörigen und für sich selbst. Und helfen Sie anderen, soweit es Ihnen möglich ist.

Infektionsschutz für Gottesdienst-Besucher

Herzlich willkommen! Wir feiern wieder Live-Gottesdienste in der Kirche. Es sind noch Plätze frei. Mit dem nötigen Abstand finden 30 bis 40 Personen Platz. Weil die Kirche regelmäßig desinfiziert wird, sind momentan keine Sitzkissen auf den Bänken. Bitte bringen Sie ein eigenes Sitzkissen mit. Mundschutz wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend. Bitte bei jedem Gottesdienstbesuch einen Notizzettel mitbringen, auf dem Ihr Vorname, Name und Telefon-Nummer vermerkt sind. Beim gemeinsamen Sprechen und Singen der Gemeinde im Gottesdienst besteht Maskenpflicht.

Nach den Sommerferien gibt es während der Gottesdienste in Fluorn wieder Kinderkirche. Wir empfehlen außerdem die unten aufgeführten Internet-Angebote für Kinder. Zum Beispiel "Kinderkirche online".

Mutig und besonnen: Luthers Rat für Zeiten wie diese

Bild: en.wikipedia.org

Im Jahr 1527 wütet in Breslau die Pest. Geistliche der Stadt bitten den Reformator Martin Luther um Rat: Soll man als Christ vor der Krankheit fliehen oder gerade im Vertrauen auf Gott alle Sorgen beiseiteschieben? Luther antwortet mit einem Brief. Und findet Worte, die zum Nachdenken über unser Verhalten in der Coronakrise anregen: „Wohlan, der Feind hat uns durch Gottes Verhängnis Gift und tödliche Krankheit hereingeschickt. So will ich zu Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen, Orte und Personen meiden, wo man meiner nicht bedarf, damit nicht … durch mich vielleicht viele andere vergif-tet und angesteckt werden und ich ihnen durch meine Fahrlässigkeit zur Ursache des Todes werden würde. Will mich mein Gott indes haben, so wird er mich wohl finden. So aber habe ich getan, was er mir zu tun gegeben hat, und bin weder an meinem eigenen Tod noch an dem des Anderen schuld. Wo aber mein Nächster mich braucht, will ich weder Ort noch Person meiden, sondern … helfen [mit der nötigen Vorsicht], so wie oben gesagt ist. Siehe, das ist ein rechter gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn und frech ist und der Gott auch nicht versucht.“

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Theologische Orientierung, 198/2020. Albrecht-Bengel-Haus, Tübingen.